Presse

1 - 2 - 3 - 4


Prenzlauer Zeitung vom 10.02.2004

Allen Unkenrufen zum trotz - Der Kurgarten an der Uckerpromenade geht das dritte Jahr seit seiner Wiedereröffnung mit Optimismus an. Der neue Pächter der traditionsreichen Prenzlauer Veranstaltungsstätte, Bernward Büker, weiß allerdings, dass das uckermärkische Publikum "ein ganz spezielles" ist: "Wenn das Publikum eine Sache nicht will kann man sich noch so bemühen, es wird nicht angenommen. Andererseits wenn ein Ding läuft, läuft es immer." So haben sich beispielsweise die Auftritte der "Band Right Now", die Techno Schiene mit den regionalen Dj´s "Studio Susanne" oder "Rauschzeit" zu regelrechten Selbstläufern entwickelt. Aber das zum Auftritt von "Zöllner gerade mal 30 Gäste in den Kurgarten finden, ist kaum richtig zu verstehen:
"Die Flops haben wir in Kauf nehmen müssen um auszutesten, was in diesem Landstrich gewollt ist." Dabei versuche das Team um den neuen Pächter die Türen des Kurgartens für ein breit gefächertes Publikum offen zu halten. Neben Tanz- und Showveranstaltungen, Liveauftritten haben sich Veranstaltungen des Prenzlauer Carnevals Club, Seniorennachmittage oder Vereinszusammenkünfte etabliert. Überrascht zeigte sich Büker von dem Ansturm der Uckermärker aller Altersschichten auf "Pittiplatsch & Co." Statt 300 erwarteteter kamen gut und gern 500 Besucher. "Hier möchten wir gerne anknüpfen und an Sonntagen ein festes Theaterprogramm anbieten. Auftritte von Volkstheater- Ensembles sind genauso denkbar wie Vorstellungen zum uckermärkischem Platt, Laienspiel- und Schülertheater. Ensembles aus der Region stünden hierfür sogar die Wochentage zum ungehinderten Proben im Kurgarten zur Verfügung und als eines der nächsten größeren Investitionen plant Büker den Einbau einer neuen Lichttechnik mit Bühnenbeleuchtung. Gleichzeitig feilt er an weiteren Angeboten, um möglichst vielen Gästen die Schwellenangst zu nehmen.


Am 21. Februar wird so erstmals zum "Family Day" mit Tanz auf drei Flächen eingeladen. Das Angebot reicht von Oldies, Techno bis hin zu Liveauftritten brasilianischer Sambagirls:" Mit dem Familientag wollen wir einmal im Monat ein buntes Treffen wie auf einem Dorffest anbieten, jeweils unter einem anderen Motto."
Sonnabends soll außerdem die alternative "KGB"-Disko (Kurgarten-Bunker) ihr Klientel finden mit einem Radio Fritz ähnlichen Programm. Für den Biergarten und das Bistroin bester Lage an der Uckerpromenade sucht Büker einen Wagemutigen, der beides - beispielsweise über eine Ich-AG, in Regie nehmen würde. So lautet Bükers Fazit nach über zwei Kurgarten-Jahren: "Große Sprünge sind nicht zu machen, aber es ist eine gute Basis vorhanden, die es lohnt zu erhalten und weiter auszubauen."

Heiko Schulze