Presse

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Prenzlauer Zeitung vom 29.02.2008

Noch stehen Farbeimer und Werkzeugkisten auf dem Laufsteg. Doch schon ab heute Nacht werden die Betreiber den sexy Barmädels der neuen Caote Ugly Bar als Arbeitsfläche dienen. "In Anlehnung an den Film Coyote Ugly sollen sie von hier aus Getränke ausschenken, Gäste nass spritzen und ihren Spaß mit ihnen treiben", erklärt Bernward Büker, seit 2002 Geschäftsführer des Prenzlauer Kurgartens, in dem sich auch die neue Bar befindet.
Nach der Silvesterparty tummelten sich Bauarbeiter auf dem Parkett des großen Saales. Und nicht nur dort. Um künftig ein differenziertes Angebot offerieren zu können, hat sich Bernward Büker dazu entschlossen, den Innenraum in drei getrennte Bereiche zu unterteilen.
"Es macht ja keinen Spaß, wenn im großen Saal nur 100 Leute rumhüpfen", verdeutlicht Büker das bisherige Dilemma. Jetzt sind die vormals offenen Rundbögen geschlossen. Im rechten Nebenraum hat die Bar ihren Platz, mit eigenem Eingang. Während im vornehmlich rot gehaltenen, hinteren Bereich so richtig die Post abgehen soll, gibt es im vorgelagerten Raum ruhige Ecken. "Das ist der Ort, an dem früher Bands Konzerte geben konnten. Das soll weiterhin möglich sein", erklärt der 46-jährige Wahluckermärker. "Es ist mir wichtig, regionale Kultur ins Programm einzubinden."

 

Doch nicht nur die Caote Ugly Bar öffnet heute die Zapfhähne, das frisch abgezogene Parkett des Saales, der Kuga-Hall, wird ebenfalls eingeweiht. Ab 22 Uhr steigt hier die Nena-Double-Show, morgen ab 0 Uhr das Finale der Musikmeile.
Auch in der neuen Kuga-Hall haben die Farbeimer im Übrigen Station gemacht.
Die Wandfelder zwischen den einstigen Durchgängen leuchten in frischem Gelb, die Säulen sind in Rot abgesetzt. Noch nicht fertig allerdings ist das künftige Restaurant in der linken Nebenhalle des Kurgartens. Hier sollen im Mai die ersten Gerichte serviert werden. Der ehemalige Haupteingang, der sich auf dieser Seite befand, ist schon jetzt geschlossen. Statt dessen ist die Kuga-Hall von der gegenüberliegenden Parkplatz-Seite zu beteten.
Ein hoher fünfstelliger Betrag ist in den Umbau geflossen. Mit der Teilung der Räume will der studierte Schauspieler und Musiker, der in Berlin eine Entertainment-Agentur unterhält, auf die unterschiedlichen Szenen in Prenzlau reagieren. "Die haben ja sonst keinen richtigen Ort." Außerdem brauche niemand mehr vor verschlossener Tür stehen, wenn im Saal geschlossene Veranstaltungen laufen. Die Bar hat jeden Freitag und Sonnabend ab 22:00 Uhr geöffnet. Für die Kuga-Hall konnte Büker auch schon einige besonderes sehens- und hörenswerte Gäste verpflichten:
Am 8. März legt der in der Technoszene bekannte Hardy Hard auf, am 13. April rockt die Berliner Band Knorkator die Halle, am 19. April wird Fips Asmussen politische Satire versprühen und am 27. April treibt Bauer Korl seine Späße.
Karten sind in Filialen der Volksbank Uckermark zu haben. Für den Restaurantbetrieb sucht Bernward Büker noch Köche oder Leute, die Spaß am Kochen haben.

Manja Wilde